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TaiChi
Tai Chi Ch´uan (Taijiquan) ist eine chinesische Methode
der Kultivierung von Körper
und Geist, als deren Begründer der legendäre Taoist Chang San-feng
(1279-1368)
angesehen wird. Historisch sicheren Grund betritt man aber erst im 16.Jd.
mit Chen
Wang-ting (1587-1664), der als Begründer der bis heute lebendigen
Chen-Tradition des
Taiji gilt. Aus dieser geht im 19.Jd. durch Yang Lu-chan (1799-1872) die
Yang-Tradition
hervor, welche ihre charakteristische Ausprägung unter Yang Cheng-fu
erhält
(1883-1935). Weite Verbreitung insbesondere auch in Amerika und Europa
fand
schließlich das Taji nach Professor Cheng Man-ching (1900-1975),
einem Schüler von
Yang Cheng-fu und ´Meister der Fünf Vortrefflichkeiten´
(Taiji, Medizin, Kalligraphie,
Dichtkunst und Blumenstecken).
Die geistigen Wurzeln des Taijiquan jedoch reichen weit zurück in
die chinesische
Vergangenheit, bis in jene Zeit die als ´Epoche der streitenden
Reiche´ bekannt ist
(403-222 v.u.Z.). Die Lehren des Konfuzianismus und Taoismus haben hier
ihren
Ursprung, ebenso wie die Kriegskunst des Sunzi und die traditionelle chinesische
Medizin. Diese vier großen Traditionen haben allesamt wesentlich
zur Entwicklung
dessen beigetragen, was heute als Tai Chi Ch´uan bekannt ist.
Das in diesem Kurs vermittelte Taiji umfasst dabei folgende Bereiche:
Gesundheitspflege
Die langsamen Bewegungen der Solo-Form wirken Fehlhaltungen und dadurch
verursachten Beschwerden entgegen, kräftigen die Muskulatur, verbessern
die
Blutzirkulation und tragen zur Vertiefung der Atmung bei. Ergänzend
werden Übungen
des Qi-Gong (´Atem-Energie-Arbeit´) und des Dao-Yin (´Leiten
und Strecken´)
unterrichtet.
Kampfkunst
Der wesentliche Aspekt von Taiji als Kampfkunst liegt in der Meisterung
harter und
weicher Kraft und der Fähigkeit, unabhängig von festgelegten
Techniken auf alle Angriffe
in angemessener Weise zu reagieren. Hierfür treten neben die Solo-Form
verschiedene
Partner-Übungen, welche helfen, das Gespür für die gegnerische
Absicht zu entwickeln
und die Möglichkeit bieten, in spielerischer Form kämpferisches
Geschehen zu erfahren.
Meditation
Das Aufgeben aller unnötigen körperlichen An- und Verspannung,
emotionale Ausge-
glichenheit und geistige Ruhe sind die meditativen Aspekte des Taiji,
welche für ein
tieferes Verständnis der beiden obigen Bereiche unabdingbar sind.
Partnerübungen und
Solo-Form bilden dabei das Feld, auf dem durch Empfindsamkeit, Achtsamkeit
und
geduldiges Üben ein stetiger Fortschritt erzielt wird.
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